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Unsere neue Kampagne „Zukunft“ stellt Fragen an uns alle. Wie lauten unsere Antworten? Die BioInsel sucht kontinuierlich nach Lösungen.

Zum Beispiel „Verpackung und Ressourcen“

Verpackung und Ressourcenschonung nehmen in der öffentlichen Diskussion um Umweltschutz, Nachhaltigkeit einen immer prominenteren Raum ein. Die BioInsel packt das komplexe Thema von vielen Seiten an – im Zusammenspiel mit Herstellern, Großhändlern und Kunden. Politik und Ämter spielen eine weitere Rolle. Aber schließlich muss man/frau irgendwo anfangen – und dies am besten bei sich selbst.

Was tun wir?

Einwegbecher – gibt es bei uns nicht mehr!

  • Wir bieten das Pfandsystem Recup, Tassen und Mehrwegbecher.
  • Letztere sollten nach Stand der Dinge Metall-, Porzellan oder Polypropylen-Becher sein. Es kommt aber darauf an, wie oft sie benutzt werden, damit ihr ökologischer Fußabdruck eine Nutzung rechtfertigt. Auch bietet das Thema Hygiene einige Hürden, so muss z.B. eine Spülmaschine im Einsatz sein, die mit 90 Grad spült.
  • Sicher ist aber auch, dass Einwegbecher – zumal mit Deckel – die schlechteste Alternative sind. Deshalb: bei uns abgeschafft!

Plastiktüten – besser, Jede/r bringt eine Mehrwegtasche mit!

  • Auch hier ein komplexes System; denn die Aussage: keine Kunstofftüten, lieber Papiertüten oder Stoffbeutel – ist grundsätzlich nicht richtig. Das Prinzip kann nur heißen: Mehrfachnutzung. Eine stabile, aus recyceltem Kunststoff hergestellte Tüte, die 100 mal benutzt wird, ist besser als ein Stoffbeutel, der nach zehnmaliger Verwendung im Müll landet. Eine Papiertüte ist KEINE Alternative. Sie verbraucht in der Herstellung zu viele Ressourcen, zumal, wenn sie nur ein- oder zweimal benutzt wird, was bei Papier meist der Fall ist. Auch die dünnen Plastiktüten für Obst und Gemüse müssen unbedingt vermieden werden. Einzige sinnvolle Option: eigene Beutel mitbringen und zig-mal benutzen. Oder: Wir bieten Stoffbeutel an.

Holzbesteck – Plastikhalme – Bambusteller u.ä. Zubehör

  • Mehrfachnutzung bringt´s. Auch aus Naturmaterial hergestellte Utensilien sind nicht unbedingt nachhaltig – aus unterschiedlichsten Gründen, z.B. Wasserverbrauch bei der Herstellung, Monokulturen, lange Transportwege… und nicht zuletzt deren Verpackung. Ein Holzlöffel, der nur einmal zum Umrühren des Kaffees benutzt wird, ist keine Alternative.

Thekensituation

  • Brot, Käse, Wurst – wie kann man an der Frischtheke sinnvoll mit Verpackung und ähnlichem umgehen? Plastikhandschuhe für VerkäuferInnen beim Einpacken von Brot halten wir für überflüssig, andere bestehen darauf und führen Hygiene an. Mitgebrachte Behältnisse dürfen nicht über die Theke gereicht werden. Es gibt zahllose Regeln, für die Lösungen her müssen, bzw. für die Verständnis aufgebracht werden muss. Aufklärung tut not. Kommunikation auch.

Eierpappe

  • Eigene mitgebrachte Pappen dürfen vom Kunden befüllt werden, sie dürfen aber vom Ladner nicht entgegengenommen, gesammelt und wiederverwendet werden (Hygienebestimmungen). Wir bieten Mei-Boxen aus Plastik zur Immer-wieder-Verwendung an, wird aber nicht gut angenommen. Eierpappen sind aber vielseitig nutzbar, so finden sich Bastelanleitungen im Internet. Sie eignen sich aber auch als Kompostiermittel: zerkleinert und zusammen mit den Eierschalen entsorgen.

Flaschen: Glasflaschen vs. Tetra, Pfandflaschen aus Glas – Plastikflaschen

  • Ein kaum zu durchschauendes System, das dringend vom Gesetzgeber vereinfacht werden müsste. Z.B. Milchflaschen aus Glas sind nur dann umweltschonend, wenn sie nicht weiter als 200 km zugefahren werden müssen. Da wäre dann also die regionale Milch die bessere Wahl. Was aber darf als regional betitelt werden? Der Abfüllort ist regional. Und wenn die Milch aber aus Bayern nach Berlin angeliefert wird? Und warum werden Bierflaschen nicht genügend wieder zurückgebracht? Die Brauereien bitten händeringend um Rückgabe. Aber 8 Cent Pfand „lohnt“ die Rückgabe für den Kunden offenbar nicht.

Unverpackt? – bringt´s leider auch nicht immer

  • Wo steht das Mindesthaltbarkeitsdatum bei unverpackter Ware? Wie sieht es mit Schädlingsbefall aus? Wohin mit schnell verderblicher Ware? Der unverpackte Rucola muss nach einem Tag im Regal entfernt werden. Aber Wegwerfen ist ja auch keine Lösung. Jede/r sucht sich die besten Salatblätter heraus – ist das zumutbar? Was sicherlich gar keinen Sinn macht: Wir legen den Rucola unverpackt in die Regale. Die Kund*in packt den Rucola dann in eine Plastiktüte… Und wer will denn die Nudeln in der Hand nach Hause tragen…? Und noch ein Aspekt: Täglich entscheiden sich Kund*innen erst an der Kasse, ob sie die Ware wirklich kaufen wollen (sie konnten die Mengen nicht einschätzen oder es ist ihnen dann doch zu teuer). Diese Lebensmittel, wenn sie denn unverpackt sind, dürfen nicht zurück befüllt werden. Fazit: Unverpackt ist oft für die Bio-Tonne und in Zeiten von Corona sehr fragwürdig. Kreative Ideen sind gefragt. Und Eigenverantwortung.

Müll-Entsorgung/Resteverwertung

  • Bei uns ist strikte Mülltrennung angesagt – auch wenn immer wieder gesagt wird: „Das macht ja doch keinen Sinn, zum Schluss mischen die ja doch wieder alles zusammen!“
  • Fast alles, was in der BioInsel übrigbleibt findet seinen Weg:
    – beim Verein „Über den Tellerrand“
    – 2 Familien bekommen Restkisten
    – Helmuts Kiezküche
    – MitarbeiterInnen nehmen was mit
    – unser Kompost im Nachbarschafts-Garten
    – 1 Kundin hat ein Pferd
    – Brot wird eingefroren, bzw. das von gestern zum halben Preis verkauft.

Und das sind natürlich nicht alle Zukunftsfragen, an deren Beantwortung wir mit Ihnen arbeiten.
Bleiben Sie gesund!
Ihre BioInsel

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